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Zisterne winterfest machen: Was Sie im Herbst prüfen sollten
Im Oktober sieht man es an jeder Dachrinne. Das Laub kommt herunter, und ein Teil davon landet dort, wo im Sommer noch sauberes Regenwasser floss: im Filter vor der Zisterne.
Wer Regenwasser sammelt, zum Gießen, für die Toilettenspülung, für die Waschmaschine, hat im Herbst eine kurze Liste abzuarbeiten. Sie ist schnell erledigt. Wer sie auslässt, merkt es erst später: im Winter an einer geplatzten Leitung, im Frühjahr am Geruch des Wassers.
Der Filter: Hier bleibt das Laub hängen
Bevor Regenwasser in den Speicher läuft, passiert es einen Filter. Je nach Anlage sitzt er im Fallrohr, in einem eigenen Filtertopf im Boden, als Korb direkt im Domschacht der Zisterne. Seine Aufgabe ist einfach: Blätter, Blüten, Moos und Sand bleiben draußen, das Wasser läuft durch.
Im Herbst hat er damit mehr zu tun als im ganzen restlichen Jahr. Ist das Sieb zugesetzt, arbeitet der Filter nicht mehr richtig. Je nach Bauart läuft der Regen dann am Speicher vorbei, bei anderen schwemmt er den Schmutz doch in den Tank. Was im Filter liegen bleibt, fault mit der Zeit, und das riecht man.
Hersteller von Regenwasserfiltern raten deshalb, den Filter ein bis zweimal im Jahr zu kontrollieren, am besten nach dem Laubfall und vor dem Winter.
Der Handgriff selbst ist schnell gemacht: Deckel auf, Sieb heraus, mit dem Gartenschlauch ausspülen, wieder einsetzen. Wer schon dabei ist, schaut auch in die Dachrinne. Was dort liegt, landet sonst beim nächsten Regen wieder im Filter.
Frost: Was oben liegt, muss leer sein
Wasser dehnt sich beim Gefrieren um rund neun Prozent aus. Das klingt nach wenig. In einem geschlossenen Rohr reicht es, um das Rohr zu sprengen, im Gehäuse einer Pumpe genauso.
Die Zisterne selbst ist davon meist nicht betroffen. Ein Erdtank liegt tief genug, und wenn auch seine Leitungen in der frostfreien Zone liegen, läuft die Anlage durch den Winter, ohne dass Sie etwas leeren müssen. Als frostfrei gilt meist eine Tiefe von 60 bis 80 Zentimetern. Wie tief der Frost bei Ihnen reicht, weiß im Zweifel Ihre Gemeinde.
Anders sieht es bei allem aus, was höher liegt. Gartenleitungen knapp unter der Grasnarbe, Außenhähne an der Hauswand, eine Pumpe, die mit Schlauch am Beet steht: All das sollte vor dem ersten Frost leer sein. Die Absperrung im Haus schließen, den Außenhahn öffnen und leerlaufen lassen, Pumpen ausbauen und frostfrei lagern. Regentonnen und Tanks, die oberirdisch stehen, werden ganz geleert.
Der Überlauf: wohin, wenn der Tank voll ist
Im Winter und Frühjahr regnet es viel, und irgendwann ist der Speicher voll. Dann braucht das Wasser einen Weg hinaus, und dafür gibt es den Überlauf. Ist er zugesetzt, staut es sich zurück in den Filter, in die Fallrohre, im schlimmsten Fall bis an die Hauswand.
Die Norm für Regenwassernutzungsanlagen, die DIN 1989-100, sieht den Überlauf am liebsten in einer Versickerung, in einem Gewässer. In den Kanal soll er nur, wenn das nicht geht. Viele ältere Anlagen hängen trotzdem daran, und dann gehören zwei Dinge dazu: ein Geruchsverschluss, damit keine Kanalgase in den Speicher steigen, und eine Rückstausicherung, wenn der Kanal bei Starkregen zurückdrücken kann.
Fehlt sie, drückt der Kanal im Ernstfall Abwasser in Ihren Regenwasserspeicher. Das Wasser ist dann für nichts mehr zu gebrauchen, und der Speicher muss gereinigt werden. Wie eine Rückstausicherung arbeitet und warum sie gewartet werden will, lesen Sie in unserem Beitrag über die Rückstauklappe.

Ob die Leitung hinter dem Überlauf frei ist, sieht man von oben nicht. Wurzeln, Laub, abgesackte Verbindungen sitzen irgendwo auf der Strecke. Eine Kamera zeigt es: Mit einer TV-Untersuchung wissen Sie, woran Sie sind, bevor der nächste Starkregen kommt. Ist die Leitung zu, spülen wir sie bei der Rohrreinigung mit Hochdruck frei.
Schlamm am Boden: normal, und nichts zum Einsteigen
Wer in die Zisterne leuchtet, sieht am Boden eine Schicht aus feinem Schlamm. Das ist kein Grund zur Sorge. Etwas Sediment gehört dazu, auch mit gutem Filter. Solange das Wasser klar ist und nicht riecht, muss niemand etwas tun.
Anders ist es, wenn das Wasser trüb wird, faulig riecht, die Pumpe Schlamm ansaugt. Dann ist eine Reinigung fällig.
Eines sollten Sie dabei nie tun: selbst hineinsteigen. Eine Zisterne ist ein enger, geschlossener Raum. Am Boden zersetzen sich Laub und Schlamm, dabei entstehen Gase, und der Sauerstoff wird knapp. Das merkt man nicht, bis es zu spät ist. Für Profis gibt es dafür eine eigene Regel der gesetzlichen Unfallversicherung: Die Luft wird vorher gemessen, draußen steht immer ein Sicherungsposten, und eingestiegen wird nur mit schriftlicher Freigabe.

Deshalb wird von oben gereinigt, und genau das übernehmen wir. Unsere Monteure saugen den Schlamm mit dem Saugwagen ab und spülen den Tank aus, ohne dass jemand hineinsteigen muss. Was danach nachläuft, ist wieder sauberes Regenwasser.
Wenn es doch hakt: Wir sind in Ihrer Nähe
Vieles auf dieser Liste schaffen Sie an einem Nachmittag selbst. Muss der Tank gereinigt werden, ist der Zulauf verstopft, drückt es im Keller zurück, kommen wir mit Saugwagen, Kamera und Spülwagen. Mit zwölf Standorten in Nord- und Ostdeutschland sind wir nicht weit weg, in Rostock, Lübeck, Hamburg, Kiel und vielen weiteren Orten.

In Rostock erreichen Sie unser Team direkt unter 0381 / 69 81 82. Alle Leistungen vor Ort finden Sie auf unserer Seite für Rostock.
Die Idee zu diesem Beitrag kam übrigens von unserem Kollegen René H. aus Rostock. Danke dafür.
Sie haben Fragen zu Ihrer Zisterne, zu Ihren Leitungen? Wir sind rund um die Uhr für Sie da, unter 0800 20 999 20 (kostenfrei). Schreiben Sie uns gerne auch per E-Mail an info@ex-rohr.de.
Titelbild: Symbolbild, KI-generiert.