ExRohr GmbH
11.07.2026
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Geht nicht? Gibt's nicht! Zwei Einsätze für die Bahn

Manchmal liegt ein Kanal direkt am Bahnübergang, und die einzige Frage ist, ob man schnell genug ist. Manchmal liegt er mitten im Wald, und die Frage ist erst einmal, wie man überhaupt hinkommt.

Unser Team vom Standort Rostock hat im Sommer 2026 beides erlebt, bei zwei Einsätzen für die DB InfraGO, die Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn. Zwei Projekte, die gegensätzlicher kaum sein könnten, und die am Ende doch dieselbe Geschichte erzählen. Bei uns im Kanal-TV-Bereich gilt seit jeher eine einfache Devise: Geht nicht? Gibt's nicht.

Einsatz eins: Präzision im Zeitfenster der Streckensperrung

Der erste Einsatz lief direkt am Gleis, an einem Bahnübergang. Was diesen Auftrag besonders machte, war nicht der Kanal selbst, sondern die Uhr.

Arbeiten an Bahnanlagen finden in fest vorgegebenen Streckensperrungen statt. Dieses Zeitfenster steht lange vorher fest, es lässt sich nicht verschieben und nicht verlängern. Wenn die Sperrung endet, rollt der Verkehr wieder, ganz gleich, wie weit die Arbeiten gediehen sind. Für uns hieß das: Die komplette Kanalreinigung und die anschließende TV-Inspektion mussten exakt in diesem Fenster sitzen. Anfahrt, Aufbau, Reinigung, Befahrung, Dokumentation, Abbau. Jeder Schritt getaktet, jede Minute verplant.

Genau diese Planbarkeit ist der Grund, warum Infrastrukturbetreiber solche Arbeiten an erfahrene Fachbetriebe vergeben. Es geht nicht nur darum, dass gereinigt und inspiziert wird. Es geht darum, dass es verlässlich im vorgegebenen Rahmen passiert. Hat funktioniert. Die Sperrung endete, die Strecke war frei, die Dokumentation vollständig.

Einsatz zwei: durchs Dickicht zum blockierten Durchlass

Der zweite Einsatz war das genaue Gegenteil. Kein Zeitfenster, das den Takt vorgibt, sondern ein Gelände, das erst einmal Nein sagt.

Ein blockierter Durchlass, tief im Wald, ohne befestigten Weg. Ein Durchlass ist ein Bauwerk, das Wasser unter einem Bahndamm hindurchführt. Funktioniert er nicht, staut sich das Wasser am Damm, und das kann auf Dauer die Standsicherheit der Strecke gefährden. Räumen ist also keine Kür, sondern Pflicht.

Nur: Erst einmal hinkommen. Der Kamerawagen musste sich seinen Weg durchs Dickicht suchen, abseits jeder Straße. Vor Ort zeigte sich das ganze Programm. Hartnäckige Einwurzelungen hatten den Durchlass blockiert und mussten vollständig entfernt werden, danach wurde das Bauwerk gründlich gereinigt, und zum Abschluss lief die lückenlose Kamerabefahrung mit dem Inspektionsroboter, durch den Matsch, den so ein Waldeinsatz nun einmal mit sich bringt.

Genau dafür ist die Technik gebaut. Und genau dafür sind unsere Leute gemacht.

Was im Kanal-TV-Bereich eigentlich passiert

Weil beide Einsätze im Kern TV-Inspektionen waren, lohnt ein kurzer Blick darauf, was dahintersteckt. Bei einer Kamerabefahrung schicken wir spezialisierte Inspektionssysteme durch die Leitung. Wir arbeiten mit IBAK-Systemen und werten die Befahrungen digital aus, inklusive Zustandserfassung nach den einschlägigen Regelwerken. Das Ergebnis ist keine Einschätzung nach Bauchgefühl, sondern eine belastbare, bildgestützte Dokumentation, die als Grundlage für alle weiteren Entscheidungen dient.

Zeigt die Befahrung Schäden, etwa Risse, Versätze, Wurzeleinwuchs, geht es nahtlos weiter: Unsere Kollegen aus der Kanalsanierung reparieren die betroffenen Abschnitte in der Regel grabenlos, ohne dass ein Bagger anrücken muss. Reinigung, Inspektion, Sanierung aus einer Hand, das ist der Grund, warum sich Betreiber großer Netze nicht mit drei verschiedenen Dienstleistern abstimmen müssen, wenn sie mit uns arbeiten.

Und wenn selbst der Roboter nicht mehr weiterkommt: die Drohne

Es gibt Bauwerke, in die schicken Sie weder einen Menschen noch einen Fahrwagen. Große Durchlässe, Tunnel, Schächte, Bauwerke mit unklarer Standsicherheit. Für genau diese Fälle haben wir unseren Drohnen-TV-Bereich aufgebaut.

Mit der Flyability Elios 3, einer kollisionstoleranten Inspektionsdrohne, fliegen wir dorthin, wo kein Mensch hinein sollte. Die Drohnenvermessung liefert 4K-Bilder, Thermografie und zentimetergenaue 3D-Modelle, eine 300 Meter lange Tunnelstrecke lässt sich damit in rund zehn Minuten vermessen. Für Infrastrukturbetreiber heißt das: Zustandsdaten aus Bereichen, die früher nur mit großem Aufwand, Freimessung und Sicherungskonzept zugänglich waren, ganz ohne Personengefährdung.

Ansprechpartner für diesen Bereich ist unser Drohnenexperte Thomas Güttler. Wer wissen möchte, ob ein Bauwerk drohnentauglich ist, erreicht ihn direkt unter 0451 / 8 999 330 und per E-Mail an thomas.guettler@ex-rohr.de.

Infrastruktur braucht Partner, die durchziehen

Was die beiden Bahn-Einsätze verbindet, ist am Ende dieselbe Arbeitsauffassung. Ob die Bedingungen perfekt sind, wie am getakteten Bahnübergang, ob sie denkbar schlecht sind, wie im weglosen Wald: Das Ergebnis muss stimmen. Denn an diesem Ergebnis hängt die Sicherheit der Infrastruktur, auf der jeden Tag Menschen und Güter unterwegs sind.

Ein großes Dankeschön an unser Team in Rostock für zwei starke Einsätze und an die DB InfraGO für das Vertrauen und die reibungslose Zusammenarbeit.

Sie betreiben selbst ein Netz und haben solche vermeintlich unmöglichen Stellen? Wir finden einen Weg. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter 0800 20 999 20 (kostenfrei) und per E-Mail an info@ex-rohr.de.