ExRohr GmbH
Melanie Bornemann, Bereichsleitung Fettabscheider bei ExRohr, daneben ein rotes Saugfahrzeug von ExRohr
31.10.2026
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Fettabscheider leeren lassen: Melli erklärt, wie es bei uns abläuft

Bei uns heißt sie einfach Melli. Melanie Bornemann leitet den Bereich Fettabscheider, und wenn es um Leerung, Wartung und Prüfpflichten geht, ist sie unsere Ansprechpartnerin. Ihre Antworten sind so klar, dass wir sie hier für alle aufgeschrieben haben, die eine Küche betreiben.

Was ein Fettabscheider macht

Ein Fettabscheider ist, so erklärt es Melli, ein Behälter, in den alles Fetthaltige aus der Küche läuft. Gemeint sind Großküchen aller Art: Restaurants, Altenheime, Schulen, Kitas, Schnellrestaurants. Der Abscheider steht im Keller, manchmal ist er draußen in der Erde verbaut.

In ihm wird das Fett vom Wasser getrennt. Das Wasser läuft weiter in die Abwasserleitung, das Fett bleibt zurück. „Damit das Kanalsystem der Städte möglichst sauber bleibt.“ Ohne Abscheider ginge alles, was in der Küche von Tellern und Pfannen gespült wird, ungefiltert in den Kanal und würde die Leitungen mit der Zeit verfetten.

Wie groß ein Abscheider sein muss, hängt davon ab, wie viel Essen eine Küche verlässt. Die kleinsten sind Untertischgeräte, große Schlachtbetriebe brauchen Anlagen mit vielen Kubikmetern. Ein normales Restaurant liegt nach Mellis Erfahrung meist bei 1,5 bis 2 Kubikmetern. Berechnet wird die Größe von dem Betrieb, der die Anlage einbaut, manchmal vom Architekten. „Die fragen dann auch bei uns mal an, ob wir unterstützen können.“

Monatlich leeren, und was sonst dazugehört

Die DIN 4040-100 regelt klar, was zu tun ist: Ein Fettabscheider soll monatlich entleert werden. Dazu kommen eine Wartung einmal im Jahr, eine Generalinspektion alle fünf Jahre, ein Betriebstagebuch und eine monatliche Kontrolle der Fettschicht durch jemanden im Betrieb. Was bei Verstößen droht und welche Pflichten im Einzelnen gelten, haben wir in unserem Beitrag zu den Pflichten in der Gastronomie zusammengefasst.

Eine Besonderheit kennt Melli aus dem Norden. An der Küste und in Urlaubsregionen gibt es Betriebe, die in der Hauptsaison monatlich leeren lassen und außerhalb der Saison alle drei Monate. „Das kann man bei den zuständigen Behörden beantragen“, sagt sie. Die Regel bleibt aber die monatliche Leerung.

Melanie Bornemann, Bereichsleitung Fettabscheider bei ExRohr, sitzt vor einer Holzlamellenwand und gestikuliert im Interview mit beiden Händen

Was bei der Generalinspektion passiert

Alle fünf Jahre steht die Generalinspektion an, und ihr Kern ist die Dichtheitsprüfung. Bei einem Abscheider in der Erde läuft sie so ab: Erst wird er entleert, dann schaut der Prüfer genau hin. Ist die Beschichtung noch in Ordnung? Sind die Schachtringe oben drauf dicht, die Fugen, gibt es Schäden? Danach werden Absperrblasen gesetzt, der Abscheider wird mit Wasser gefüllt, und es wird kontrolliert, ob irgendwo Wasser entweicht.

Steht die Anlage frei, meistens im Keller, ist es einfacher. Auch sie wird befüllt, und weil sie offen zugänglich ist, sieht man direkt, ob irgendwo etwas austritt.

Der häufigste Fehler

Fragt man Melli nach dem häufigsten Fehler, ist die Antwort kurz: kein fester Plan. Viele Betriebe vereinbaren keinen Vertrag, kein festes Intervall mit einem Dienstleister. Dann müssen sie selbst daran denken, und gerufen wird erst, wenn es zu spät ist: wenn der Abscheider überläuft, die Leitungen verstopft sind, wenn es eine Havarie gibt.

Sie wünscht sich deshalb, dass die Behörden neue Betreiber schon dann auf ihre Pflichten hinweisen, wenn sie die Eröffnung eines Restaurants beantragen. „Damit der überhaupt weiß, worauf lasse ich mich ein. Was sind meine Pflichten, worum muss ich mich kümmern?“

Bei der Auswahl eines Dienstleisters rät sie, auf Zertifizierung zu achten. Wir sind zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb und müssen dafür regelmäßig nachweisen, dass wir die Anforderungen erfüllen. Unsere Zertifikate finden Sie auf unserer Seite Zertifikate.

So läuft eine Leerung bei uns ab

Ruft ein neuer Kunde an, stellt unsere Disposition zuerst ein paar Fragen. Wie groß ist der Abscheider, wo steht er? Kommen wir mit dem Fahrzeug regelmäßig heran? Gibt es Besonderheiten, wann war die letzte Leerung? „Wir brauchen so ein paar Sachen als Grundstock, damit wir arbeiten können“, sagt Melli.

Danach wird der Kunde angelegt, und ein Kollege, der diese Region fährt, bekommt den Auftrag. Vor der ersten Leerung stimmen wir einen Termin ab, und meist schaut sich der Kollege die Anlage dann erst einmal an. Für die gängigen Größen gibt es feste Preise, aber wir wollen vorher wissen, was uns erwartet. Dann wird der Abscheider mit dem Saugfahrzeug entleert, und der Inhalt wird im Klärwerk entsorgt.

Ab dann übernehmen wir die Planung. Wir planen die Leerungen in unsere Touren ein, fahren den Abscheider regelmäßig an und sagen Bescheid, wenn etwas nicht in Ordnung ist. „Der Kunde muss sich im Prinzip um nichts kümmern“, sagt Melli. „Der kann sich um sein Restaurant kümmern, und um den Fettabscheider kümmern wir uns.“ Die monatliche Eigenkontrolle bleibt Sache des Betriebs, für das Betriebstagebuch bekommt er von uns die Nachweise jeder Leerung.

Alles zu Leerung, Wartung und Generalinspektion finden Sie auf unserer Seite zum Fettabscheider-Service. Direkt erreichen Sie das Team unter 0451 / 8 999 313, Melanie Bornemann per E-Mail an bornemann@ex-rohr.de.

Für alle anderen Fragen erreichen Sie uns rund um die Uhr kostenfrei unter 0800 20 999 20. Schreiben Sie uns gerne auch per E-Mail an info@ex-rohr.de.